Die "Krone" ist und bleibt auf der Seite der kleinen Leute...

Dienstag, 30. März 2010

Peter Gnam, "Kronen Zeitung" vom 24.03.2010 Seite: 3 "(...) in stürmischen Zeiten wie diesen ist und bleibt die "Krone" ein Fels in der Brandung: Unser Dank gilt Millionen Lesern, die uns die Treue halten - 2,853.000 Österreicherinnen und Österreicher greifen laut brandneuer Mediaanalyse 2009 täglich zur unabhängigen "Krone" als ihrer Lieblingszeitung. Mit 2,853.000 Leserinnen und Lesern liegt die "Krone" Lichtjahre vor der Konkurrenz. So beträgt der Vorsprung vor der "Kleinen Zeitung" als zweitgrößter Zeitung des Landes fast 2 Millionen (!) Leser. Worauf wir noch stolz sind: Vier von zehn Österreichern lesen täglich die "Krone" (Reichweite 40,4%); zur Sonntags-"Krone" greifen fast 3,5 Millionen Leser. (...) Dieser Erfolg verpflichtet: Ob Hilferuf nach sicherer Grenze, "Nein" zu Asylmissbrauch, Schutz für unsere Trafikanten, Aufdeckung von teuren EU-Schlampereien oder Verteidigung des Kruzifixes - die "Krone" ist und bleibt auf der Seite der kleinen Leute und wird, wann immer es notwendig ist, den Mächtigen auf die Finger klopfen. Versprochen!"

Franz Weinpolter, "Kronen Zeitung" vom 25.03.2010 Seite: 30 "3 Millionen irren nicht! Und wieder hat die Mediaanalyse bewiesen, dass fast 3 Millionen Österreicher die "Krone" lesen! Da ist es kein Wunder, wenn die Konkurrenz schäumt und immer wieder versucht, den ungeheuren Erfolg dieser Volkszeitung madig zu machen - was aber, wie sich immer wieder zeigt, die treue Leserschaft kaum beeindruckt. Es zahlt sich halt aus, ins Volk hineinzuhören, anstatt den Bürgern schulmeisterlich zu erklären, was sie zu denken haben. Als Abonnent und Leserbriefschreiber freut man sich natürlich besonders über diesen Erfolg, weil er ein Beweis dafür ist, dass man mit seiner Meinung nicht allein dasteht. (...)"

Die "Krone" und der Enthüllungs-Tsunami aus Kirche und Kloster

Dienstag, 30. März 2010

"Post von Jeannée", "Kronen Zeitung" vom 20.03.2010 Seite: 21 "Liebe große Mehrheit in diesem Land, (...) ist Euch längst aufgefallen, dass wir, Eure Zeitung, im gegenwärtigen "Enthüllungs-Tsunami" aus Kirche und Kloster die Segel gerefft haben und nicht mitmachen bei der hasserfüllten Hatz auf Heiland und Kreuz . . . dass wir nicht genüsslich, akribisch und seitenlang "aufbereiten" die Berichte und Beichten von Schändern und Geschändeten . . . hierfür allerdings attackiert werden von jener antiklerikalen Meute, (...) Etwa von dem Kabarettisten und "Kurier"-Kolumnisten (...) Thomas Maurer, der schrieb: "Ein unbeugsames Kleinformat hört nicht auf, dem unverschämten Eindringen der Realität Widerstand zu leisten! Die Titelseite der ,Krone lässt sich nichts anmerken, und auch im Blattinneren fehlt jegliche Berichterstattung." Liebe große "Krone"-Familie: Jawohl, er hat recht, der Herr Thomas Maurer. Denn "unbeugsam" fragen wir uns von der "Krone" tagtäglich: Cui bono - wem nützt das (sensations-)lüsterne Aufmacher-Gehechel über das Schreckliche, das da in der Tat passiert ist? Unsere Antwort: Außer der brustschwachen Auflage der Konkurrenz und jenen, die mit Schändern und Geschändeten ihr unappetitliches Süppchen kochen, niemandem! (...)"

"Kronen Zeitung" vom 21.03.2010 Seite: 16 "Liebe Missbrauchsopfer, seit Wochen beherrscht Ihr die Schlagzeilen gewisser Journale und des ORF und werdet so wiederum missbraucht. Von Leuten, denen Ihr die Munition für deren Feldzug gegen Kreuz und Kirche liefert. Aber gestern hat der Kirchenkampf auf Euren Rücken eine neue Dimension erreicht. Mit der Nachricht des "Standard", die komprimiert lautet: Neu gegründeter Verein "Opfer kirchlicher Gewalt" bereitet Sammelklage gegen katholische Kirche vor. Bis zu 80.000 Entschädigungs-Euro pro Kopf sind angedacht und angemessen. Liebe Opfer: Was Euch vor 20, 30 oder 40 Jahren angetan wurde, ist fraglos schrecklich, unverzeihlich, deprimierend. Aber dass die Traumata Eurer Seelen, die Wunden Eurer Herzen (so sie nicht längst vernarbt und geschlossen sind) nun am schnöden Mammon gesunden werden, daran vermag ich nicht zu glauben . . . genauso wenig wie an die hehren Motive jenes gefinkelten Advokaten, der die Idee zu dieser möglicherweise in der Tat lukrativen Sammelklage hatte (...)"

"Post an Jeannée", 23.3.2010, Seite: 12

Maria Huber "Jeder aufrechte Katholik und Christ muss Ihnen und der "Krone" für die objektive Haltung in der gegenwärtigen Schlammschlacht um die Kirche dankbar sein."
Peter Vogl "Respekt vor Ihrer Haltung in dieser gefährlichen weltweiten Medienhetze gegen die katholische Kirche."
Ing. Herbert Hurtl, "Wohltuend Ihre Zurückhaltung in der Vernichtungskampagne gegen die Kirche. (...)"

Dr. Josef Brandstetter, "Kronen Zeitung" vom 25.03.2010 Seite: 30 "(...) Betrieben von offensichtlich geschäftstüchtigen Anwälten, ist die Anti-Kirchen-Kampagne nun von den USA auch nach Europa herübergeschwappt und über Deutschland und Irland auch in Österreich angelangt. Gierig aufgegriffen von Atheisten und linken Medien, vor allem auch durch den ORF. Faktum ist, dass es auch in Österreich Kindesmissbrauch gibt, dies aber hauptsächlich im familiären Bereich. Nur ein verschwindender Anteil entfällt auf die katholischen Orden und Schulen, mehr als 80 Prozent dieser Fälle liegen 30, 40 oder gar 50 Jahre zurück.(...) Wenn jetzt Leute daherkommen und sich beklagen, dass sie in ihrer Schulzeit vor 30, 40 Jahren in Klosterschulen als Strafe Ohrfeigen kassiert haben und Ecke stehen und knien mussten, mag das stimmen. Das waren aber damals allgemein übliche Erziehungsmethoden, sowohl in öffentlichen Schulen als auch in den Familien, allerdings aus meiner Erfahrung auch nur in schwerwiegenden Fällen, z. B. wenn ein Kind ein anderes geschlagen hat. Überdies gab es ja damals noch das gesetzliche Züchtigungsrecht. Apropos Vertuschung von Missbrauchsfällen: Bei peinlichen Vorfällen in einer Familie wird auch zunächst versucht, diese in der Familie zu regeln, so ist das in den Ordensgemeinschaften geschehen. (...) Finanzielle Ansprüche müsste die Katholische Kirche allerdings ablehnen. Solche könnte ein Opfer nur gegen die Täterperson stellen, denn ein Verein haftet ja auch nicht für Schäden, die ein Vereinsmitglied angerichtet hat."

Stephan Pestitschek, "Kronen Zeitung" vom 30.03.2010 Seite: 24 "(...) So manchem Fernseh- oder Radiosprecher merkt man die Freude an, wenn er über die bedauerlichen Missbrauchsfälle in der Kirche berichtet. Würden die Medien über jeden Missbrauchsfall so ausführlich berichten wie über jene, bei denen die mutmaßlichen Täter Priester, Mönche und dgl. sind, würde das jeden Zeitrahmen sprengen. Gewisse Medien haben sich statt auf unabhängige Berichterstattung auf Menschenjagd spezialisiert."

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Jeannée und die Kirche im Dorf

Dienstag, 30. März 2010

Dr. Gottfried Traxler, "Kronen Zeitung" vom 18.03.2010 Seite: 28, "(...) Im Übrigen gewinnt man den Eindruck, dass die jetzige Kampagne des ORF und linker Medien nur dazu dient, die katholische Kirche, die ein völlig anderes Menschen- und Weltbild als diese Kreise hat, schlechtzumachen. Weiterer Zielpunkt sind die katholischen Privatschulen, die eine immer größere Konkurrenz für die staatlichen Schulen sind.(...)"

"Post an Jeannée", "Kronen Zeitung" vom 16.03.2010 Seite: 14

Herbert Haslinger, "(...) Heute haben Sie mir mit der Überschrift "Liebe Kirche" einen gewaltigen Schreck eingejagt. Ich dachte schon: Na, was kommt da wieder auf die Kirche zu?! Und dann lese ich Ihre wohltuenden Worte. Denn besser kann man sich zu dem "Komplex" Missbrauch von Kindern in der Kirche bzw. der medialen Reaktion dazu nicht äußern."

Rosemarie Karasek, "Mir sind bei Ihrem Schreiben an die Kirche die Tränen gekommen, weil ich mit Ihnen so gut mitfühlen konnte. Danke für diesen Artikel, der ganz einfach guttat."

Peter Vogl "Sie sind offenbar der Einzige auf dem Medienstrich, der es wagt, die momentane Hetze gegen die katholische Kirche zu kritisieren."

Johann Pechtl "Punktgenauer als Sie kann man "die Kirche nicht im Dorf lassen"

Post von Jeannée, "Kronen Zeitung" vom 12.03.2010 Seite: 18 "Liebe Kirche, gestern, nach dem Lesen der Magazine und Journale, der Schlagzeilen, Coverstorys, Analysen, Kommentare und "Beichten" von Schändern und Geschändeten . . . gestern war mir nicht gut ob dieses Dämmebrechens von Schuld und Sühne, ob der ausufernden Geständnisse von Knabenmissbrauch, Gewalt und sexuellem Übergriff hinter Deinen heiligen Mauern, ob all jener schwarzen Priester- und Klosterbrüderschafe, die den Philistern, Selbstgerechten, Puristen und Kirchenhassern nun scharfe Munition im Überfluss liefern für ihr heiß ersehntes Armageddon . . . die große Abrechnung, das finale Gefecht, die Mutter aller Schlachten kontra Kreuz und Glauben. Gestern also, liebe Kirche, kehre ich in ein Kirchlein ein. (...) Einfach so. Weil mir, wie schon gesagt, nicht gut war. Und da sitze ich nun auf hartem, kaltem Holz, und der Gekreuzigte sieht vom Altar her auf mich nieder. Nein, ich spreche kein Gebet. Das habe ich, so fürchte ich, verlernt. (...) Aber . . . aber mir wird zusehends besser. Einfach so. Und als ich nach einem halben stummen Stündchen das Gotteshaus verlasse, ist mir wieder gut. Sehr gut sogar. Und die Philister, Selbstgerechten, Puristen und Kirchenhasser können mich allesamt ähhh vergessen. (...)"

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Agnostiker, Atheisten, Heuchler und Pseudo-Christen...

Dienstag, 30. März 2010

Franz Weinpolter, "Kronen Zeitung" vom 15.03.2010 Seite: 24 "(...) Es ist beschämend und traurig, dass es immer wieder Fälle von Kindesmissbrauch selbst in kirchlichen Kreisen gibt; gerade bei solchen Institutionen muss man in Sachen Moral und Vertrauen einen besonders hohen Maßstab anlegen, (...) Dass diese Vorfälle für Gegner der Kirche "ein gefundenes Fressen" sind, zeigt die Reaktion diverser Medien, die sich daran offensichtlich begeilen und Empörung heucheln, aber eigentlich weniger um die Moral besorgt sind, sondern mehr nach höheren Einschaltziffern bzw. nach höheren Auflagen schielen - und für diverse (Pseudo-)Christen sind solche Skandale ein willkommener Anlass, mit gespielter Empörung aus der Kirche auszutreten, um sich vor der Kirchensteuer zu drücken, schließlich ist es heute "in", den Atheisten - Pardon, "Agnostiker" - zu spielen (...)"

Wikipedia - Atheismus
Wikipedia - Agnostizismus

Heute werden die ganz normalen, althergebrachten und bewährten Gebräuche in Grund und Boden gestampft

Dienstag, 30. März 2010

Brigitte Kürzl, "Kronen Zeitung" vom 15.03.2010 Seite: 23 "(...) Frau Gabriele Heinisch-Hosek (...) ist eine Nullnummer. Was soll das Blabla von bügelnden Männern? Wahrscheinlich macht das ihr Mann, weil sie es ja nicht kann. Ich selbst will keine männlichen Arbeiten verrichten und erwarte im Gegenzug, dass mein Partner nicht weiblich agiert. (...) Als Nächstes wollen die Emanzen (nicht die vernünftig emanzipierten Frauen!) auch noch das Kinderkriegen an die Männer - von denen sie nichts halten - delegieren. Und hier komme ich zum Gehalt der Frauen. Wenn sie dasselbe verdienen wollen, müssen sie auch Entsprechendes leisten. Das heißt, gleiches Alter bei der Pensionierung und nicht alle Augenblicke Pflegeurlaub (für unsere Hormonphasen können wir nichts, aber selbst diese dienen bereits in der Schule dazu, Ausfälle zu entschuldigen). Die verstorbene Johanna Dohnal war sicher nicht mein Fall, aber sie hatte eigene, damals neue Ideen und sich auch mit ihrer lesbischen Neigung nicht wichtiggemacht (homosexuell zu sein, ist nichts Schlechtes, aber auch nichts besonders Gutes, schon gar keine Leistung, wie uns gegenwärtig oft nahegebracht wird). Heute wird nur mehr nachgeplappert, und die ganz normalen, althergebrachten und bewährten Gebräuche werden in Grund und Boden gestampft. (...)"

Ein fixer, nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der "Krone"

Dienstag, 30. März 2010

Josef Bauer, "Kronen Zeitung" vom 14.03.2010 Seite: 26 "Leserbriefe! (...) hat ein Herr vom "Falter" die Echtheit der Leserbriefe in der "Krone" angezweifelt. So einen Schwachsinn habe ich noch nie gehört. Bei jedem Brief wird der Name und der Wohnort genau angegeben. Es ist also sehr leicht, den Schreiber herauszufinden. Wenn von mir ein Leserbrief veröffentlicht wird, so erhalte ich im Laufe des Vormittags - manches Mal schon um sieben Uhr - etliche Telefonanrufe, und die Leute diskutieren mit mir. Sie machen sich die Mühe und suchen meine Telefonnummer aus dem Telefonbuch oder Internet. Oft sind es die gleichen Personen, diese haben meine Nummer schon gespeichert. Es kommt sogar vor, dass ich nach einigen Tagen auch Briefe erhalte - je nach Thema. In meinem Umfeld gibt es inzwischen schon sehr viele Leser, die zuerst "Das freie Wort" lesen und danach den Rest, diese Rubrik ist schon ein fixer, nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der "Krone". (...)"

Ein Zeitungsverlag, der keine tendentielle Selektion betreibt...

Dienstag, 30. März 2010

Gerhard Breitschopf, "Kronen Zeitung" vom 13.03.2010 Seite: 28 "(....) Wert und (...) Reiz von Leserbriefen (...). Sie ergeben dadurch ein unverfälschtes Profil der Wählermeinung - vorausgesetzt, man sendet sie an einen Zeitungsverlag, der keine tendenzielle Selektion betreibt. (...)"

Zerzauste ungepflegte Studenten...

Dienstag, 30. März 2010

Robert Lehmann, "Kronen Zeitung" vom 13.03.2010 Seite: 26 "Was erlauben sich die Studenten eigentlich mit ihren Demos? Sie sind nichts, haben nichts und auch noch keinen Euro einbezahlt, (...). Es ist die falsche Aussage, dass sie unsere Zukunft sind, denn jeder lernt (studiert) nur für sich. Jeder Student, der Zeit für Demos hat, nimmt sein Studium nicht ernst und ist in der Uni fehl am Platz. Für diese Leute wäre es besser, arbeiten zu gehen, da kommen wenigstens Steuern in die Staatskasse."

Fam. Sommer, "Kronen Zeitung" vom 13.03.2010 Seite: 26 "(...) Im Zuge der Fernsehdiskussion mit Ministerin Karl hat sich gezeigt, dass die zerzausten, ungepflegten Studenten, aufgrund ihrer rüpelhaft-frechen Art, keine gute Kinderstube genossen haben. Im umgekehrten Fall hätten sie sich höchstwahrscheinlich bitter und wehleidig darüber beschwert, wie mit ihnen umgesprungen wird."

Missbrauchsskandal....überall.....nur nicht in der Kronen Zeitung

Freitag, 12. März 2010

In allen Medien wird intensiv über die Missbrauchsvorwürfe berichtet, außer in der Kronen Zeitung, hier ist das anscheinend kein so großer Skandal, hier wird versucht, das Thema nur ja nicht allzusehr in den Vordergrund zu rücken.....

"Der Standard" vom 09.03.2010 Seite: 9 "(...) Salzburger Erzabt gesteht Missbrauch Opfer wandte sich an Ombudsmann, Geistlicher bietet Rücktritt an - Der Salzburger Erzabt Bruno B. hat wegen sexuellen Missbrauchs vor 40 Jahren an einen damals Minderjährigen dem zuständigen Ordensoberen seinen Rücktritt angeboten. Unmittelbar nach der Tat habe sich B. bei dem Betroffenen aufrichtig entschuldigt. Er bedauere auch heute noch diesen Vorfall aufs Tiefste und bitte um Verzeihung, hieß es in einer Pressemitteilung am späten Montagnachmittag. (...)"

Wiener Zeitung 47 vom 2010-03-10, Seite 1 "Immer neue Fälle von Missbrauch - Die Kirchen befinden sich in einer tiefen Krise. Heuer wurde bereits sechster Vorfall bekannt.(...) "Das Thema Sexualität muss in der Priesterausbildung verstärkt in den Mittelpunkt rücken", meint Maximilian Fürnsinn. Der Vorsitzende der Superiorenkonferenz reagiert damit auf die stetig wachsende Zahl der bekannt gewordenen Missbrauchsfälle durch Geistliche. Im Fokus des jüngsten Falles steht der Erzabt des Stiftes St. Peter in Salzburg, der zugab, vor 40 Jahren einen Minderjährigen missbraucht zu haben. Der heute 64-Jährige bot nach Bekanntwerden des Falles seinen Rücktritt an, den Altpräses Christian Haidinger am Dienstag mit sofortiger Wirkung annahm. Mit dem Salzburger Fall steigt die Zahl der heuer bekannt gewordenen Missbrauchsvorwürfe auf sechs an. Im Vorjahr kamen laut Erzdiözese Wien 17 Fälle an die Öffentlichkeit. Auffällig ist, dass in all diese Fälle zumeist mehrere Geistliche einer Einrichtung involviert waren - was ein deutscher Psychotherapeut und Theologe mit einer vorherrschenden Gruppenkultur und dem Phänomen der Mitläufer erklärt. (...)"

"Kronen Zeitung" vom 10.03.2010 Seite: 16 "(...) Erschütternd, empörend, entsetzlich. Wie giftige Blasen aus einer dunklen, bösen Brühe steigen die Meldungen auf. Kindesmissbrauch. Kirchliche Institutionen. Internate, Chor-Vereine, Sportklubs. Orte, an denen man Kinder besonders gut aufgehoben wissen möchte. Die meisten Fälle, die jetzt publik werden, liegen lang und länger zurück. Die Schadenfreude bei denen, die kirchliche Strukturen sowieso nicht mögen, ist ungemein. Die dreckigste Sprache einzelner Politiker entlarvt die dumpfsten Gemüter. Als ob noch jemand ÄTSCH sagen möchte beim Thema Kindesmissbrauch. (...)"

Neue Kärntner Tageszeitung vom 2010-03-10, Seite: 8 "(...) Neue Vorwürfe im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch in der Kirche sind gestern in Salzburg aufgetaucht. Ein heute 53-jähriger Mann hat sich als Opfer vor rund 40 Jahren durch den Erzabt des Stiftes St. Peter, Bruno Becker, an die Öffentlichkeit gewandt und erklärt, auch von zwei anderen Patres immer wieder missbraucht worden zu sein. Als er den Täter im Jahr 2009 darauf ansprach, bot dieser dem 53-jährigen Schweigegeld in der Höhe von 5000 Euro. Korbian Birnbacher, Prior von St. Peter, bat das Opfer um Verzeihung. Außerdem nahm man gestern Nachmittag das Angebot des Erzabtes an - er tritt von seinem Amt zurück. In einer Aussendung hieß es: "Wir wollen nicht vergessen, dass sein Dienst als Abt unserer Gemeinschaft vorbildlich war." (...)"

"Salzburger Nachrichten" vom 10.03.2010 Seite: 1 Ressort: Seite 1 / S1 Seite 1 "Der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche hat Österreich erreicht. Bei den Ombudsstellen der Diözese Wien haben sich in den vergangenen Tagen fast so viele Meldungen über sexuellen Missbrauch wie im gesamten Jahr 2009 angesammelt. Und auch in den einzelnen Diözesen müssen immer mehr Missbrauchsfälle zugegeben werden, die sich vor 20 bis 40 Jahren zutrugen. So wurden am Dienstag Fälle in Vorarlberg, Tirol und in der Steiermark bekannt. Nur ein Geistlicher wurde verurteilt und aus der Kirche entfernt, die anderen wurden lediglich versetzt, blieben aber als Priester im Amt. Im Benediktinerkloster St. Peter in Salzburg führt seit dem Rücktritt von Erzabt Bruno Becker Prior Korbinian Birnbacher interimistisch die Geschäfte. Er bedauere es "auf das Tiefste", dass Becker vor 40 Jahren einen Zwölfjährigen missbraucht habe, und rief mögliche weitere Opfer auf, sich zu melden. Für sexuellen Missbrauch gebe es "null Toleranz", sagte er. (...)"

D. Kindermann, "Kronen Zeitung" vom 11.03.2010 Seite: 2 "(...)"Bei sexuellem Missbrauch kann man nur den Weg der Wahrheit gehen", stellte gestern Kardinal Schönborn fest. Er zeigte Verständnis dafür, dass viele Katholiken frustriert über unglaubliche Übergriffe seien. Zu den Ursachen erklärte er: "Dazu gehört die Frage der Priestererziehung und das Thema Zölibat." Der Wiener Erzbischof ruft zur Umkehr auf. Und er sagte wörtlich: "Die Opfer wurden und werden oft übersehen. Man muss die Schuld beim Namen nennen." Er fügte noch hinzu: "Viele Mitarbeiter der Kirche sagen: Es reicht! Genug der Skandale!" Schönborn plädierte für volle Offenheit, Sorge für die Opfer, Entschuldigung und Prävention."

"Salzburger Nachrichten" Nr. 57 vom 10.03.2010 Seite: 24 "(...) Sexualität in derkatholischen Kirche - Das Problem, das seit Jahrhunderten - früher verschwiegen - in der katholischen Kirche besteht, ließe sich vom Papst, den Kardinälen, Erzbischöfen und Bischöfen dadurch lösen, dass sie zu den christlichen Wurzeln des 1. Jahrhunderts n. Chr. zurückkehren. (...)"

"Salzburger Nachrichten" vom 10.03.2010 Seite: L2 "(...) Sexueller Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche sorgt für Aufregung - ist aber zahlenmäßig bei Weitem die Ausnahme, sagt Ariane Winkler, Chefinspektorin und Leiterin der Salzburger Sittenpolizei. (...)"


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Der Kindesmissbrauch, die EU und die Globalisierung...

Freitag, 12. März 2010

Wolf Martin, "Kronen Zeitung" vom 10.03.2010 Seite: 2 "(...) Warum wird von Hasses Wogen nun die Kirche überzogen? Warum färbt man hässlich, düster nun das Bildnis unsrer Priester? Warum lenkt man erst jetzt den Blick, auf was Jahrzehnte liegt zurück? Neigt nicht deutlich die EU schnödem Atheismus zu?"

Post von Jeannée, "Kronen Zeitung" vom 12.03.2010 Seite: 18 "Liebe Kirche, gestern, nach dem Lesen der Magazine und Journale, der Schlagzeilen, Coverstorys, Analysen, Kommentare und "Beichten" von Schändern und Geschändeten . . . gestern war mir nicht gut ob dieses Dämmebrechens von Schuld und Sühne, ob der ausufernden Geständnisse von Knabenmissbrauch, Gewalt und sexuellem Übergriff hinter Deinen heiligen Mauern, ob all jener schwarzen Priester- und Klosterbrüderschafe, die den Philistern, Selbstgerechten, Puristen und Kirchenhassern nun scharfe Munition im Überfluss liefern für ihr heiß ersehntes Armageddon . . . die große Abrechnung, das finale Gefecht, die Mutter aller Schlachten kontra Kreuz und Glauben. Gestern also, liebe Kirche, kehre ich in ein Kirchlein ein. (...) Einfach so. Weil mir, wie schon gesagt, nicht gut war. Und da sitze ich nun auf hartem, kaltem Holz, und der Gekreuzigte sieht vom Altar her auf mich nieder. Nein, ich spreche kein Gebet. Das habe ich, so fürchte ich, verlernt. (...) Aber . . . aber mir wird zusehends besser. Einfach so. Und als ich nach einem halben stummen Stündchen das Gotteshaus verlasse, ist mir wieder gut. Sehr gut sogar. Und die Philister, Selbstgerechten, Puristen und Kirchenhasser können mich allesamt ähhh vergessen. (...)"

Klaus Goldmann, "Kronen Zeitung" vom 11.03.2010 Seite: 32 "Ich bezweifle natürlich nicht, dass es vereinzelt Kindesmissbrauch durch kirchliche Würdenträger gegeben hat, jedoch dürfen wir nicht das Ziel hinter dieser Kampagne übersehen. Es ist bekannt, dass jegliche Form von Konservativismus verschwinden soll, da dies der Globalisierung im Wege steht. Man möchte einen Weltsuperstaat, ohne Grenzen, ohne Kultur und vor allem ohne die alten religiösen Werte. Daher müssen die Menschen ihre alten "Bindungen" überwinden, um den globalisierten Einheitsstaat freiwillig anzunehmen. Deswegen wird patriotisches Denken von vielen Politikern und Medien so verachtet und bekämpft, ähnlich ist es mit der Kirche. Das Christentum, allen voran die katholische Kirche, wäre ein Machtfaktor gegen diese Bestrebungen. Deswegen wird es so hingestellt, als sei jeder Priester ein potenzieller Kinderschänder. Das Vertrauen in die Institution Kirche soll erschüttert werden, damit die Menschen gar nichts mehr haben, an das sie sich halten können. Der Nationalstolz vieler Völker ist schon längst gebrochen, jetzt soll auch der religiöse Halt verschwinden. (...)"