Menschinnen
Barbara Rosenkranz, "Kronen Zeitung" vom 23.11.2008 Seite: 38 "(...) zu meinem Buch "MenschInnen - Auf dem Weg zum geschlechtslosen Menschen" darf ich folgende Stellungnahme abgeben. (....) Bei dem Projekt Gender-Mainstreaming geht es nicht um Frauenförderung. Gender-Mainstreaming hat auch mit den Männern einiges vor. Doch es handelt sich nicht, wie gerne dargestellt, um ein Förderprogramm für Frauen und Männer. Gender-Mainstreaming will etwas ganz anderes. Es will, auf einer sehr zweifelhaften Theorie fußend, völlig neue Rollenbilder schaffen, bei denen die Kategorien Mann und Frau keine Bedeutung haben. Gender-Mainstreaming will nicht die Lage des Menschen verändern, sondern den Menschen selbst. Wie das in der Praxis aussieht? Unter dem Titel "geschlechtssensible Pädagogik" setzt z. B. ein öffentlich geförderter Kindergarten in Wien bereits bei den Kleinsten an. Um "traditionelle Rollenbilder aufzubrechen", werden Mädchen ausdrücklich angeleitet, sich nicht "weiblich" zu verhalten. Mädchen, die sich als Prinzessinnen verkleiden, sind dort nicht vorgesehen. Vielmehr kann man auf der offiziellen Internetseite lesen, dass es als wünschenswert erachtet wird, wenn sie "in der Krippe zwicken, andere vom Platz in der Garderobe verdrängen oder Spielkameraden Autos wegnehmen". Den Buben hingegen werden Massagen gezeigt und Kosmetikkörbe angeboten. SIE sollen Prinzessinnenkleider anziehen und sich die Nägel lackieren. Ein deutscher Pionier auf dem Gebiet der "geschlechtssensiblen Pädagogik" hat es deutlich formuliert: "Das Ziel ist nicht ein anderer Junge, sondern gar kein Junge." Wollen wir das unseren Kindern zumuten?"
Ich hatte als Kind ganz ohne "geschlechtssensiblen Kindergarten" immer gerne mit Bubenspielzeug gespielt, ich hatte die volle Ausstattung an Autos und dergleichen. Natürlich hatte ich auch Puppen. Mit denen habe ich aber eher physikalische Experimente gemacht und sie glaub ich ganz selten wie Puppen behandelt.
Gernot Schandl, "Kronen Zeitung" vom 23.11.2008 Seite: 38 "Männer, die sich für traditionelle Rollen entscheiden, werden verunglimpft, als Unterdrücker dargestellt und immer wieder konkret benachteiligt. Schon vom Kindergarten an werden typisch männliche Verhaltensweisen bei Buben schlechtgemacht und bestraft - bei Mädchen dagegen belohnt! Gender-Mainstreaming trägt also nicht zu mehr Gerechtigkeit bei, es verhindert die freie Entfaltung der eigenen Persönlichkeit. Die naiven Politiker, die Gender-Mainstreaming mitbeschlossen haben, sollen im Buch von Barbara Rosenkranz nachlesen, was seither unter diesem Namen alles angerichtet wird!"
"profil" Nr. 47/08 vom 17.11.2008 Seite: 35 Ressort: Meinung "MenschInnen. Auf dem Weg zum geschlechtslosen Menschen" erscheint im Ares Verlag. Unter den sonstigen aktuellen Neuerscheinungen des steirischen Verlags finden sich etwa Werke wie "Die deutschen Nachkriegsverluste" oder "Die deutschen Vertriebenen. Keine Täter, sondern Opfer". In der Familie Rosenkranz hat sich bisher eher Horst-Jakob, der Ehemann, publizistisch hervorgetan. Er ist Herausgeber der rechtsextremen Zeitschrift "fakten". "MenschInnen" ist das erste ideologische Werk von Barbara Rosenkranz. Sie legt Wert auf die Feststellung, es selbst geschrieben zu haben - unter Mithilfe ihrer ältesten Tochter Hedda."
Eva Linsinger, "profil" Nr. 47/08 vom 17.11.2008 Seite: 34 Ressort: Meinung "Niederösterreichs FPÖ-Obfrau Barbara Rosenkranz deckt in einem Buch eine Verschwörung auf: EU und österreichische Regierung arbeiten an der Abschaffung der Geschlechter. (...) mit ihrem Buch "MenschInnen" eine weltweite Konspiration zu enttarnen: die des Gender Mainstreaming. Das mag für weniger verschwörungstheoretisch Geschulte schlicht der Ausdruck für das Ziel sein, die Gleichstellung der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen durchzusetzen. In der Welt, wie Rosenkranz sie sieht, will aber ein ungewöhnliches Bündnis aus Kapitalisten, Marxisten und Feministinnen unter dem Titel Gender Mainstreaming die Geschlechter abschaffen: "Die Gender-Theorie geht weit über die vordergründig behauptete Gleichstellung hinaus. Sie ist nichts weniger als die versuchte Abschaffung biologisch bedingter Geschlechter, das Ende von Mann und Frau." Wenn das erst einmal dechiffriert und begriffen ist, erscheinen alle Gleichstellungsbemühungen in völlig neuem Licht: "Auch die Parteinahme für Homosexuelle rührt daher. Rechte für Gleichgeschlechtliche bis hin zur so genannten Homo-Ehe werden deswegen gefordert, weil man so die Zweigeschlechtlichkeit weiter aufweichen und verwirren kann." Allein die Bezeichnung Gender Mainstreaming taugt für Rosenkranz bereits als Beleg, dass an sinistren Zielen gearbeitet wird. "Schon dass man sich eines so genannten Neusprechs und nicht der jeweiligen Landessprache bedient, legt nahe, dass hier ausgeklügelte Tarn- und Umwegstrategien zur Anwendung kommen", schreibt sie. Sehr viel dichter wird die Beweiskette nicht. (...) Der Beschluss zur Einsetzung einer interministeriellen Arbeitsgruppe zu Gender Mainstreaming wurde in Österreich übrigens im Juli 2000 gefasst - also unter der wenig später zurückgetretenen FPÖ-Frauenministerin Elisabeth Sickl. Ausgerechnet die betuliche Sickl - eine Agentin einer Verschwörungsgruppe aus Marxisten, Kapitalisten und Feministinnen? Schwer vorstellbar - aber natürlich nur für die "fehlgeleiteten Eliten, die glauben, sich über Naturgesetze ungestraft hinwegsetzen zu können". Die Medien sind, selbstredend, auch ein Bestandteil der Verschwörung. Unter nationalen Rechtskonservativen ist es en vogue, gegen Gleichbehandlungsgesetze zu wettern. In der deutschen Wochenzeitung "Junge Freiheit", die als Sprachrohr der neuen Rechten gilt, wird regelmäßig gegen GenderMainstreaming angekämpft. Auch Karlheinz Klement, mittlerweile aus der FPÖ ausgeschlossener Ex-Parteifreund von Rosenkranz, zog im Parlament gegen den "Gender-Wahnsinn" zu Felde. (...) In der Geißelung von Gender Mainstreaming ist Rosenkranz mit Klement aber einer Meinung. Sie will, sagt sie, mit ihrem Buch eine deutliche Warnung aussprechen: "Gender Mainstreaming ist ein Erziehungsprogramm für Männer und Frauen, das nicht weniger will, als den Menschen selbst verändern. Das ist ein nicht legitimer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte." (..)"

Gender-Mainstreaming ist für viele ´Krone´-Leser ein Grund zum Aufregen... Krone-Blog: Die traurige Welt des Gender-Mainstreamings... Krone-Blog: Solche Erkenntnisse widersprechen natürlich dem verordneten Gender-Mainstreaming der EU Krone-Blog: Homo
Aufgenommen: Feb 20, 10:38